Kleidungs-Stück

Besondere Stücke und ihre Geschichte


Samstag, 30. August 2014

Tuchbesprechung

In den letzten Jahren habe ich um mich herum einen stetig wachsenden Tücherkult wahrgenommen. Früher verband ich diese eher mit adretten Bankangestellten (Karotüchlein), alternativen Sozialpädagogik-Studentinnen (gebatikte Baumwollschals) oder eleganten Mitgliedern des örtlichen Tennisclubs (riesige Seidencarrés).* Heute gehören Tücher so sehr zum modischen Alltag, dass es fast schon auffällt, wenn jemand "oben ohne" trägt. In den schönsten Farben und Stoffen flattert es kunstvoll gebunden an allen Hälsen.


Für mich gehörte dieser Trend lange in die Kategorie "finde ich an anderen Frauen schön, aber nicht an mir". Ich habe es ab und an mal ausprobiert, fand das Ergebnis aber eher mittelmäßig. In letzter Zeit dachte ich bei einigen Outfits jedoch immer mal wieder, dass ein passenden Tuch das Sahnehäubchen darauf sein könnte. Während Tücher beim Stöbern nach Kleidungs-Stücken ansonsten völlig außerhalb meines Radars fliegen, hielt ich in den letzten Monaten meine Antennen diesbezüglich auf Empfang. Mit Erfolg. Kürzlich rauschte mir ein Exemplar vor die Linse, was auf Anhieb mein Beuteschema gleich in mehreren Kategorien bediente: Animalprint, leuchtendes Royalblau, weiche, pflegeleichte Baumwolle, riesengroß (so dass auch ein Binde-Trottel wie ich es irgendwie um den Hals gewurschtelt bekommt).
Sicher wird auch in Zukunft die Anzahl der Tücher in meinem Schrank nicht rekordverdächtig sein. Und sicher werden auch weiterhin eher Ketten, Jacken und Gürtel die Hauptrolle in meinem Accessoire-Repertoire spielen. Aber ich freue mich, dass ich jetzt bei Lust und Laune auch mal stilvoll auf Tuchfühlung gehen kann. So wie heute, wo ich euch mein schönes Schätzchen in meinem ersten Herbstoutfit vorstelle. Dieses kräftige, leuchtende Blau macht neben Pink und Türkis meine dritte Akzentfarbe aus.

* Wer schon immer Tücher trägt und sich in diesen drei Kategorien nicht wiederfindet, sei mir bitte nicht böse. Ich weiß, es gibt euch!




Dienstag, 26. August 2014

Wo bitte gewinnt man denn eine Hose???

Diese Frage stellte mir Gaby von Stylish-Salat neulich in einem Kommentar, als ich erwähnte, dass die Jeans, die ich auf dem dazugehörigen Foto trug, ein Gewinn sei. Deswegen möchte ich euch heute die Geschichte erzählen, wie meine Lieblingsjeans den Weg zu mir fand:


"Wir schicken Sie zum Styling-Workshop" bewarb Anfang des Jahres eine namhafte Frauenzeitschrift online ihre Kooperation mit einem zwar namhaften, aber nicht angesagten Jeanshersteller. Die Vorgabe: Man lade ein Foto von sich hoch und beschreibe in einem Satz, welche Ansprüche man an "die perfekte Hose" stelle. Gelesen, getan, vergessen!
Wochen später dann die frohe Botschaft in meinem Email-Postfach: "Herzlichen Glückwunsch, Sie haben gewonnen!" Schon am selben Wochenende saß ich mit sieben weiteren Gewinnerinnen in einem großen Kaufhaus in der Bochumer Innenstadt, trank Sekt, aß Schnittchen und lauschte einer kurzen Einführung in die Firmenphilosophie des Jeansherstellers, die Produktionsbedingungen sowie die wichtigsten Grundschnitte der Hosen, um die es gehen sollte. Danach wurde jeder Gewinnerin eine persönliche Einkaufsberaterin zur Seite gestellt, die einem bei der Auswahl der perfekten Jeans behilflich sein sollte. Ich schilderte "meiner" Dame kurz, was mir vorschwebte und ruckzuck hatte sie ein Dutzend infrage kommender Modelle in meine Kabine gehängt. Dann wies sie auf ihre eigene Skinny-Jeans im used Look und befand, die könne mir auch stehen. "Das glaubst auch nur du, dass ich in so einem Ding herumlaufe", dachte ich artig lächelnd, als sie mir das Höschen auch schon -schwupps- über den Arm gehängt hatte. Ich schlüpfte gleich hinein, um das Thema schnell abzuhaken. Dann die große Überraschung: Ich hatte auf Anhieb ein "Das ist sie!"-Gefühl in dieser Hose, etwas, was ich bislang nicht wirklich oft erlebt habe.
Ich zog die Hose erst vier Wochen später wieder aus (ausgenommen natürlich nachts, da musste ich mich, wenn auch ungern, für einige Stunden trennen). Alle anderen Modelle wanderten unanprobiert zurück in die Regale. Wenn ich das richtige gefunden habe, fackele ich nicht mehr.
Danach ging es für uns Gewinnerinnen zum Stylisten und anschließend zum Fotografen. Die Jeans, die man sich ausgesucht hatte, durfte man behalten. Es war wirklich ein toller Nachmittag, an dem es am Ende lauter glückliche Besitzerinnen passender Hosen gab.
Ich habe das Glück, dass es in der Nähe meines Wohnortes einen Fabrikverkauf dieser Marke gibt, sodass ich das gleiche Modell wesentlich günstiger bereits in zwei weiteren Waschungen gekauft habe.

Ich zeige euch die Jeans heute in einem Outfit, was ich so zum Essen mit einer guten Freundin getragen habe und wie ich es eigentlich auch immer am liebsten habe: lässig und mit viel schwarz!

Atelier Gardeur heißt die Firma. Sagt euch der Name etwas?


Verrenkungen kann man in dem bequemen Ding auch noch machen!








Freitag, 22. August 2014

So finde ich meinen Stil

Kürzlich hat die Modeflüsterin Stephanie auf ihrem Blog ein sehr interessantes Projekt vorgestellt, bei dem es darum geht, mit ein paar grundsätzlichen Überlegungen einen individuellen Modestil zu finden (Anleitung hier). Zugegeben, mein erster Gedanke, als ich die Anleitung las, war: "Meine Güte, ist das kompliziert und aufwändig!" Dann habe ich mich aber doch im Urlaub mal hingesetzt und einige Aspekte notiert.
Begonnen habe ich mit einem modischen Mood Board.

Mein echtes Mood Board ist deutlich weniger narzisstisch und enthält kein einziges Foto von mir. Weil ich es aber wegen der Bilderrechte nicht veröffentlichen möchte, habe ich aus meinen eigenen Fotos ein zweites für diesen Beitrag erstellt.

Die Analyse


Meine Eigenschaften durchsetzungsstark, temperamentvoll, lustig, sensibel, einfühlsam, launisch, begeisterungsfähig, selbstbewusst, zweifelnd, suchend, einfallsreich, realistisch, ungeduldig

Mein Stil klassisch, lässig, feminin, ausdrucksstark

Meine Farben schwarz, weiß, pink, silber, grau, türkis, royalblau

Meine Muster uni, starke Farbkontraste; selten Muster und wenn, nur klein; Animalprint 

Meine Formen leicht um die Körperform geschwungen; fließend

Meine Stoffe leichte Baumwolle, Seide, Viskose, dünner Kaschmir, Leder

Meine modischen Elemente gerade geschnittene Hosen; lockere, fließende Oberteile; feminine Wickelkleider; auffällige Highlights bei den Accessoires; Mischung aus klassischen und lässigen Teilen

Mein Stil drückt meine Persönlichkeit aus
Meine Durchsetzungsfähigkeit und die klare Art meiner Kommunikation spiegeln sich in den starken „Farben“ Schwarz, Weiß und Pink. Die Farbkontraste lassen auf eine hohe Präsenz schließen. Die launische und unausgeglichene Seite zeigt sich modisch im Spannungsfeld zwischen klassischen, eleganten Stücken einerseits und lässigen, unkomplizierten Teilen andererseits. Meine Sensibilität und mein Einfühlungsvermögen werden durch das zarte Silber und die Liebe für zart schimmernde Perlen und Mondstein ausgedrückt. Ich kann auch Diva sein, die auffallen will und gern im Mittelpunkt steht, darauf deuten dicke Statementketten und auffälliger Animalprint hin. Diese Wesensart herrscht allerdings nicht vor, sondern wird zurückgenommen und findet auch modisch nur sparsam Verwendung. Mein weibliches und verführerisches Ich liebt hohe Absätze und Oberteile mit weitem Wickelausschnitt. Ich kann aber auch cool und tough sein, dann darf es gern eine Bikerjacke, eine Lederhose oder eine dicke Gliederkette sein.

Hier finde ich mich modisch gar nicht wieder
naturverbunden, sportlich, kreativ-bunt, wild gemustert, blumig-romantisch, verträumt, geschwungene Formen, Turnschuhe, Outdoorkleidung.

Mein Outfit, was aus dieser Stilanalyse entstanden ist











Dienstag, 19. August 2014

Weiß Age

Nachdem es bei mir letztes Mal so bunt zuging, möchte ich meinen und euren Augen diesmal ein bisschen Ruhe gönnen. Da kommt es mir sehr gelegen, dass ich euch meinen weißen Sommerpullover vorstellen möchte, aber natürlich nicht, ohne vorher ein wenig aus dem Kleiderkästchen geplaudert zu haben



Ich habe letztes Jahr eine Kleiderschrank-Inventur gemacht, bei der ich in einer Liste notiert habe, wie viele ich jeweils von welchen Kleidungs-Stücken besitze. Der Zweck dieser Aktion war, herauszufinden, wovon ich ausreichend habe und wo ich vielleicht mal investieren könnte. Die grundlegende und gleichzeitig ernüchternde Feststellung, die ich dabei gemacht habe, lautete: ich habe von allem genug und bräuchte genau genommen über lange Zeit gar nichts mehr. Wie gut, dass Papier so geduldig ist und wenn man hier ein wenig streicht und da die Soll-Zahlen ein wenig erhöht, passt das Ergebnis schon viel besser zum gewünschten Resultat und die bereinigte Version lautete: ich brauche dringend neue Pullover!
Und weil es so drängte und ich wirklich vor lauter Notstand beinahe nackt hätte herumlaufen müssen, habe ich mich gleich auf den Weg gemacht und diesen leichten, weißen Sommerpullover erstanden. Puh, gerade noch mal gut gegangen! Ein weißer Pullover ist wirklich eine lohnende Anschaffung, denn er passt wirklich ausnahmslos zu allen Hosen, die in meinem Schrank hängen.
Die Accessoires, die ihn heute begleiten dürfen, kennt ihr ja schon, meine unersetzliche Gliederkette und meine jüngst im Urlaub geschossene Tasche, die seit ihrem Einzug bei mir überall mit hingeschleppt wird.
Eine Kleiderschrank-Inventur mache ich aber so bald nicht mehr, denn der Aufwand, bis ich mich zu den gewünschten Ergebnissen manipuliert habe, ist mir einfach zu hoch!






Sonntag, 17. August 2014

Allerlei Inspiration

Beim Schreiben meiner Beiträge lasse ich mich zwischendurch gerne durch etwas inspirieren, was ich auf anderen Blogs oder in Kommentaren unter meinen Posts Lese. Zum heutigen Outfit bin ich gleich von mehreren Personen inspiriert worden:



1. fragte kürzlich Sabine von Bling Bling over 50, wie andere Frauen verschiedene  Muster mixen (Beitrag hier). Eigentlich trage ich nie zwei Muster gleichzeitig, aber ich finde, ab und zu kann man ruhig mal etwas Neues ausprobieren. Gerade bei der Schwarz-weiß-Kombi finde ich es auch für Muster-Mix-Beginner wie mich relativ einfach umzusetzen. Ich werde es nicht täglich tragen, bin mit dem Ergebnis aber durchaus zufrieden.

2. ermunterte mich Ines von Meyrose kürzlich in einem ihrer Kommentare dazu, ruhig öfter ganz normale Alltagsoutfits zu zeigen, die zur Kategorie "geht auch mit kleinen Kindern" gehören. Ich hätte mich das ansonsten wirklich nicht getraut, weil ich davon ausgehe, dass kein Mensch daran interessiert sein kann. Und auf die stylishen Blogger-Kolleginnen trifft das sicher auch zu, aber an den Leserzahlen kann ich erkennen, dass es offenbar auch viele stille Leserinnen gibt. Ines weiß aus ihrer Erfahrung als Stilberaterin, dass viele Frauen gerade an den normalen Alltagsoutfits Interesse haben. Hin und wieder werde ich also auch zeigen, wie ich versuche, die Balance zwischen modisch und spielplatztauglich zu halten.

3. habe ich das Projekt zur Stilfindung der Modeflüsterin Stephanie mit großer Begeisterung verfolgt und es für mich ebenfalls umgesetzt (Anleitung der Modeflüsterin zu finden hier). Seitdem weiß ich, dass die Farbkombination schwarz/weiß/pink in meinem Mode-Leben ein großes Thema ist. Den ganzen Prozess der Stilfindung mit Mood Board und Stilanalyse gibt es, ebenso wie das daraus entstandene Outfit, demnächst hier zu lesen und zu sehen.

Nun habe ich diesmal nur drei Beispiele genannt, in Wirklichkeit aber schenken mir regelmäßig viel mehr ganz tolle, wunderschöne und kluge Frauen mit ihren Blogs, Kommentaren und Emails Inspiration und bereichern mein Leben durch den Austausch, die positive Wertschätzung und die mitunter auch ehrliche Meinung, die wir einander zukommen lassen. Vielen, vielen Dank dafür!

Außerdem zeige ich heute mal (für die Leserinnen, die vielleicht selber nicht bloggen), welche Schlüsse ich für mich zur Verbesserung meines Stils aus Fotos ziehe. Ich veröffentliche zwar Fotos, die nicht so ganz meiner Vorstellung entsprechen, aber ich lerne auch aus meinen Fehlern, wie ihr heute lesen könnt:

Fazit 1: der Lippenstift, im wahren Leben ein schönes, sattes Pink, ist für Outfit-Fotos zu
blass und muss durch einen kräftigen ersetzt werden, den ich sonst nicht oder nur selten
tragen werde.

Fazit 2: Das Shirt hat zwar eine tolle Farbe und einen sehr angenehmen Stoff, aber es spannt (rechts neben dem Tuchende zu sehen), was ich weder beim Tragen noch beim Blick in den Spiegel jemals bemerkt habe. Es muss also bei Gelegenheit durch ein neues, besser sitzendes pinkes Oberteil ersetzt werden.
Fazit 3: Mein lieber Ehemann muss dringend den Rasen mähen, sonst kann ich mir demnächst
die Auswahl der Schuhe sparen;-) 
Sehr nützlich also in vielerlei Hinsicht, die Analyse der Fotos!

Freitag, 15. August 2014

Das Beste kommt zum Schluss!

Dieses Sprichwort mag für ein feines Mehrgängemenü in einem noblen Restaurant gelten, wenn zum krönenden Abschluss das lauwarme Schokotörtchen serviert wird. Bei einem Familienurlaub kommt am Schluss ein Haufen Dreckwäsche, der auf die offenbar geschrumpften Koffer verteilt werden muss, Hektik vor der Abreise, wenn der Schlüssel um 10 Uhr abgegeben werden soll und um viertel nach neun noch die Milch umkippt, der Autoschlüssel verschwunden ist und sich alle Familienmitglieder übellaunig am Frühstückstisch auf die Nerven fallen.



Natürlich könnte man einen Teil dieses Stresses durch bessere Vorbereitung am Vorabend vermeiden. Man könnte, anstatt den Urlaub in einem netten Restaurant ausklingen zu lassen, alles schon reisefertig zusammenpacken, sodass man am Abreisetag quasi nach dem Aufstehen schon ins Auto steigen könnte. Würde ich vielleicht sogar schaffen, wenn wir uns nach dem Restaurantbesuch nicht noch ein letztes Schlückchen vom köstlichen Rosé genehmigen würden. Und danach noch ein aller- und ein allerallerletztes... Danach bin ich einfach zu müde und zu schwipsig zum Packen und denke mir: "Hey, Abreise, ist doch easy! Das schaffe ich morgen früh locker, wenn ich ein bisschen früher aufstehe..."
Heute ist unser letzter Abend. Mal sehen, wie er verläuft. Ich werde es euch vielleicht berichten;-)
Vorher zeige ich euch aber schon mal, welches Outfit ich mir für heute Abend herausgesucht habe. Das Kleid ist mir in einer Boutique in der Nachbarstadt begegnet. Ich finde es sehr vorteilhaft für meine Figur . Und weil es so dunkle Farben hat und aus etwas festerem Stoff gemacht ist, kann ich es auch in der Jahreszeit tragen, die mit "H" beginnt, die aber hoffentlich noch ein Weilchen auf sich warten lassen wird.
Und gleich sehr ihr es: yippie yippie yeah, ich habe endlich Pumps in njuuuuuud.
Ich sag's ja: das Beste kommt zum Schluss!











Dienstag, 12. August 2014

Halbzeit

Nicht nur beim Fußball ist die Pause in der Halbzeit ein wichtiger und notwendiger Einschnitt, um wieder zu Kräften zu kommen, die vergangene Spielzeit zu reflektieren und sich für das verbleibende Spiel zu konzentrieren und zu sammeln. Auch ein Urlaub hat eine Halbzeit, meine ist am Samstag gewesen. Grund genug also, einen Moment inne zu halten.



Neue Kraft habe ich auf jeden Fall gesammelt. Ich habe es nicht immer, aber doch erfreulich oft geschafft, die innere Anspannung loszulassen und mich in einen Zustand echter Entspannung gleiten zu lassen. Ich habe das gute Wetter für Aktivitäten an der frischen Luft genossen und die regnerischen Momente zum Schreiben, Kochen oder Spielen genutzt. Entspannung ist für mich auch immer eine Zeit des Klarsehens, ähnlich einem Gewässer, bei dem man bis auf den Grund blicken kann, wenn es ruhig und unbewegt ist. Ich gewinne ein bisschen Abstand von mir selbst und meinem Alltag, kann vieles objektiver und emotionsloser betrachten. Und ich konnte auch kleine Entscheidungen für mich treffen, die in Zukunft hoffentlich in meinem Leben greifen werden. Es handelt sich nicht um Größeres, ich werde nicht meinen Mann verlassen, meinen Job hinschmeißen oder meine Kinder im Wald aussetzen. Es betrifft eher innere Einstellungen oder Verhaltensweisen, die ich mir gern aneignen würde. Ich würde mich gern in Zukunft noch stärker um größtmögliche Authentizität im Umgang mit anderen Menschen bemühen und um eine innere Gelassenheit im Hinblick auf das, was beruflich oder privat zu stemmen ist.
Sicher habt ihr schon bemerkt, dass ich nicht in jedem Post meinem Versprechen gerecht werde, Geschichten über ein bestimmtes Kleidungs-Stück zu erzählen. Manchmal geht es hier um ganz andere Dinge. Trotzdem meine ich, dass sich viel von dem, worüber ich schreibe auch in dem gezeigten Outfit widerspiegelt. Heute ist es beispielsweise das Thema Authentizität, denn diese Fotos sind eigentlich überhaupt nicht als Fotos für den Blog entstanden, sondern einfach so bei einem Strandbesuch, ungeschminkt und schmucklos. Mehr Authentizität geht also nicht;-) Obwohl dieser Rock viele Geschichten zu erzählen hätte. Er ist nämlich mit seinen 15 Jahren mein ältester. Ich mag ihn besonders im Urlaub, weil er total unempfindlich und super kombinierbar ist.





Samstag, 9. August 2014

Heute ist Markttag!

Eines der Dinge, die ich im Urlaub am meisten liebe, ist das Bummeln über schöne Märkte. Dort, wo ich wohne, ist einmal in der Woche Markt - und zwar während der Woche vormittags, wenn die meisten Menschen, die ich kenne (einschließlich mir), arbeiten müssen. Abgesehen davon ist das Angebot an Waren, bei denen es sich nicht um Nahrungsmittel handelt, dort eher begrenzt und auch nicht sonderlich attraktiv. Deswegen frage ich die Einheimischen in jedem Urlaub immer sofort, wann und wo es die schönsten Märkte in der Gegend gibt.


In diesem Urlaub habe ich Glück, denn in einem der größeren Küstenstädchen findet jeden Samstag ein riesiger Markt statt, auf dem es ein tolles Angebot an geschmackvollen Dingen zu kaufen gibt: Lederwaren, Tücher, Kleidungs-Stücke, Schmuck, Hüte, Porzellan und Bücher. Der Einkauf auf Märkten hat für mich eine ganz andere Qualität als der in Geschäften, wo ich es grundsätzlich lieber klein und übersichtlich habe. Auf dem Markt jedoch darf es gerne wimmeln und wuseln, das gehört einfach dazu. Ich könnte stundenlang schauen, fühlen und probieren. Spontane Käufe tätige ich eher selten, ich mag das Gefühl nicht, dass ich am Ende etwas Schöneres hätte finden können. Wenn ich mir aber erstmal einen Überblick verschafft habe, schlage ich natürlich auch gerne zu. Heute zeige ich euch meinen wunderschönen Neuzugang, der hier schon so lässig an meiner Hüfte baumelt.  Willkommen bei mir, du schöne Tasche!






Ein Gläschen Cidre brut nach der anstrengenden Marktforschung darf natürlich nicht fehlen...


....und das gab's auch noch!




Mittwoch, 6. August 2014

Loslassen, liegenlassen, lockermachen

Als berufstätige Mutter bin ich es gewohnt, meinen Alltag gut zu strukturieren und mit Voraussicht zu organisieren. Der Vorteil ist, dass auf diese Weise das Leben in der Regel reibungslos funktioniert. Der Nachteil ist eine permanente innere Anspannung, die sich vor allem dann einstellt, wenn irgendetwas Unerwartetes eintritt.


Im Urlaub fällt es mir schwer, meine Gewohnheiten abzulegen und alles ganz gelassen auf mich zukommen zu lassen. Meistens überlege ich mir bereits am Abend vorher, was wir tagsüber unternehmen könnten, was ich kochen werde und wann und wo wir unsere Einkäufe erledigen sollten. Meine Familie macht mir jedoch einen Strich durch die Rechnung: meine Kinder möchten sich nicht anziehen, sondern lieber im Garten spielen. Mein Gatte zieht es vor zu lesen, anstatt mit mir auf dem Wochenmarkt frische Zutaten fürs Abendessen einzukaufen. Also gut, dann gehe ich eben alleine! Und noch während ich das Gartentor hinter mir schließe, spüre ich, wie ich loslasse: die Pläne für die nächste Mahlzeit, für den Tag, für die Woche. Ich schlendere über den üppigen Markt, sauge die köstlichen Gerüche in mich auf, lasse die Farbenpracht auf mich wirken und bin plötzlich so dankbar, dass meine Familie den Riegel vor meine Planungs-Macke geschoben hat. Die nächsten Tage bin ich eine Frau, die schon zum Mittagessen Wein trinkt, dann das Geschirr stehen lässt, um ein Nickerchen zu machen. Was wir danach unternehmen werden? Och, keine Ahnung, mal sehen, irgendwas wird sich schon finden. Und wenn nicht, dann bleiben wir einfach liegen. Ich bin im Urlaub. Endlich!

Eigentlich hatte ich geplant, euch auch im Urlaub besondere Stücke und Accessoires zu präsentieren, ganz so, wie es mein Blog-Untertitel verspricht. Aber dann..., ach seht doch selbst:



Montag, 4. August 2014

Wenn einer eine Reise tut...

... dann steht davor immer das Kofferpacken. Und obwohl ich theoretisch weiß, wie man eine Reisegarderobe zusammenstellt, graut es mir praktisch jedesmal davor und ich mache es stets erst auf die letzte Minute.

"Hallo, lieber Wettergott! Ich muss sagen, du machst das ganz gut,
aber es ist auch noch Luft nach oben... Ab morgen? Alles klar!"
Es ist ja auch im Grunde völlig absurd: da soll man im Vorfeld eine Auswahl von Outfits in großer Zahl treffen, muss sich dabei (wegen der Schuhe, Taschen und Jacken) möglichst für eine Basisfarbe entscheiden, passende Schmuckstücke dazu aussuchen, dabei alle möglichen Stimmungen und Anlässe antizipieren, und dann das ganze Zeug auch noch auf kleinsten Raum zusammenpferchen. Wenn ich vor einer Reihe ausreichend Zeit und Muße hätte, mich auf meine Reisegarderobe zu konzentrieren, sähe der Inhalt meines Koffers wahrscheinlich anders aus. Meistens habe ich aber davor schon den Kram einer (gefühlten) Großfamilie gepackt, die für eine (gefühlt) mindestens achtwöchige Expedition in ein Gebiet aufbricht, in dem klimatechnisch alle Extreme möglich sind. In der Regel öffne ich dann um kurz vor Mitternacht vor dem Abreisetag meinen eigenen Koffer und bestücke ihn mit allem, was ich zu dieser Zeit noch erkennen kann. Wenn ich am Zielort angekommen bin und meinen Koffer auspacke, fällt mir natürlich wieder ein, was ich eigentlich unbedingt noch gebraucht hätte. Aber zum Glück lässt sich ja vor Ort noch das ein oder andere Schätzchen dazu kaufen. So selten und ungerne ich Zuhause shoppen gehe, so sehr liebe ich es, mir von Reisen etwas Besonderes mitzubringen. Und die Neuerwerbungen trösten dann beim Nachhausekommen auch über das hinweg, was noch schlimmer ist, als das Kofferpacken, nämlich das Koffer wieder Auspacken.

Heute zeige ich euch ein Outfit, das man vielleicht nicht auf den allerersten Blick mit Urlaub und Strand assoziiert. Spätestens auf den zweiten Blick sollte aber klar werden, dass es quasi perfekt ist, wenn man an der rauen Nordküste Frankreichs urlaubt: eine Lederjacke gegen den Wind, ein unkompliziertes, luftig fallendes Jerseykleid in unempfindlichem Dunkelblau und Glitzer-Flip-Flops für einen ganz kleinen Tupfer Glamour am Strand. Farblich bin ich in dieser Kluft sowieso sehr nah an den Vorlieben der Einheimischen.





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