Kleidungs-Stück

Besondere Stücke und ihre Geschichte


Donnerstag, 23. Oktober 2014

Les jeux sont faits!

Die Würfel sind gefallen!



Nach reiflicher Überlegung und intensivem "In-mich-hinein-Hören" habe ich beschlossen, dass für "Kleidungs-Stück" Ende des Jahres der letzte Vorhang fallen wird.



Warum nach dieser Entscheidung bis Ende des Jahres warten und nicht gleich Nägel mit Köpfen machen?



Weil die Community der Ü30-Blogger sich für den Monat Dezember eine ganz besonders schöne Aktion ausgedacht hat, an der ich auch teilnehmen werde. Auf dieses Projekt freue ich mich wirklich sehr. Das ist sowohl zeitlich als auch thematisch ein schöner Abschluss für meinen Blog.
Ich bin am 02. und am 19. Dezember dran, an diesen beiden Tagen werde ich die nächsten und letzten Beiträge posten, bevor ich Ende des Jahres hier das Licht ausknipse.



Wie geht es weiter?



Schreiben werde ich weiterhin. Mir spuken verschiedene Projekte im Kopf herum. Es ist aber noch keines davon so konkret, dass es sich lohnen würde, darüber zu sprechen. Klar ist nur eines: ein Modeblog wird es definitiv nicht mehr sein.
Ich bleibe meinen Lieblings-Mode-Blogs aber als Leserin und gelegentliche Kommentatorin treu. Ganz verzichten möchte ich auf die lieb gewonnenen Menschen und Inspirationen natürlich nicht.
Von meinen Erfahrungen als Mode-Bloggerin bleibt das gute Gefühl, dass ich es gewagt und mich ausprobiert habe, die Freude darüber, dass sich in kurzer Zeit so viele Leser und Kommentatoren bei mir eingefunden haben, die Verbundenheit mit einigen Menschen hinter den Blogs und die absolute Gewissheit, dass ich einfach keine Mode-Bloggerin bin!

Wir lesen uns im Dezember, bis dahin wünsche ich allen eine gute Zeit!

Dienstag, 14. Oktober 2014

Neue Wege

Vielleicht haben einige von euch bemerkt, dass ich eine Weile abgetaucht bin. Ich war unterwegs in Berlin und hatte außer dem Smartphone kein Medium zum Internet. Ich hatte ursprünglich vorgehabt, auch von meiner Kurzreise aus zu bloggen und wir haben sogar auch fleißig Fotos dafür geschossen, übrigens endlich mal an wirklich interessanten Orten und nicht nur an der heimischen Gartenmauer. Dann aber habe ich neben der Unlust, auf dem Smartphone längere Texte zu tippen, auch gemerkt, wie gut es mir tut, eine Weile ganz und gar dem Blogger-Universum zu entkommen. Ich habe regelrecht gespürt, wie der Druck von mir abfällt und sich etwas in mir löst.

Diese Wahrnehmung hat einige grundsätzliche Überlegungen in mir ausgelöst: Warum blogge ich eigentlich, wenn ich es als Druck empfinde? Was sind meine wahren Motive hinter dem Bloggen? Die Lust am Schreiben? Der Wunsch, mich mitzuteilen? Ein Drang nach Selbstdarstellung? Die Freude am Austausch mit den Blogger-Kolleginnen und Leserinnen?
Bloggen ist eine immens zeitaufwändige Angelegenheit. Jeder, der einen Blog betreibt, weiß, wovon ich rede. Das, was man hier auf meinem Blog lesen und sehen kann, ist im Grunde nur die Spitze des Eisbergs. Daneben besuche ich ungefähr 25 andere Blogs, kommentiere die dortigen Beiträge, lese das Forum der Ü30-Blogger und bringe mich dort ein, wenn das Thema mich anspricht oder interessiert. Man kann es vielleicht so umschreiben, dass all dies zum Marketing gehört, ohne die der eigene Blog möglicherweise schnell in der Bedeutungslosigkeit versinken würde.
Seit ich meinen Blog schreibe, habe ich kein einziges Buch mehr gelesen. Ich schaue keine Filme oder Serien mehr an und wenn ich mit Freundinnen telefoniere, habe ich dabei immer ein Auge auf meinen eigenen oder einen anderen Blog. Trinke ich mit meinem Mann ein Glas Wein an einem gemütlichen Abend, so kalkuliert er großzügig ein, dass ich mehrmals zwischendurch kurz schauen muss, ob ein Kommentar frei zu schalten oder vielleicht sogar zu beantworten ist.
Kurzum: bei mir stimmt das Verhältnis zwischen realem und virtuellem Leben nicht mehr. Zwischen den beiden Extremen (die lauten: so weitermachen wie bisher oder meinen Blog ganz schließen) liegen sicher mehrere denkbare Wege. Welcher für mich der richtige ist, möchte ich in nächster Zeit herausfinden. Ich werde aus diesem Grund weder hier noch auf anderen Blogs zu lesen sein. Ich möchte mir für diese Entscheidung Ruhe und Zeit nehmen und wieder mehr an meinem realen Leben teilnehmen. Es ist mir wichtig, dass ihr über diesen Prozess im Bilde seid und euch nicht wundert, wo ich geblieben bin. Weil es aber eine einseitige Information und kein Austausch ist, habe ich für diesen Post ausnahmsweise die Kommentarfunktion abgeschaltet.

Dienstag, 7. Oktober 2014

Butterschmalz und Bier und Bernstein

Wenn euch die in meinem Titel angesprochenen Dinge ansprechen, müsst ihr nach Danzig fahren. Das ist eine tolle Stadt, in der mir neben riesigen Brotscheiben mit Butterschmalz und reichlich Zywiec (polnisches Bier) vor allem Bernstein in jeder erdenklichen und nicht erdenklichen Form im Gedächtnis geblieben ist.

Vor allem Schmuck, aber auch Dekorationsartikel, Spielzeug und Kunstobjekte (das ist ja ein dehnbarer Begriff) aus dem fossilen Harz werden an jeder Ecke feilgeboten.
Mit Bernstein war ich bis dato in meinem Leben vor allem als gelbbraune Aneinanderreihung klobiger Steine um Oma Hildes Hals und als graugrüner Klecks in Silberfassung an Tante Trudels Jackenrevers in Berührung gekommen. Dementsprechend begeistert war ich auch, als mein Mann mir sagte, er würde mir gerne ein Stück schenken, welches mir besonders gut gefiele. Hoffnungslos stöberte ich mich durch die unzähligen Fabrikate in gelb, braun und grün (genau die Farben, die ich nicht trage) und wunderte mich nicht selten über die geradezu groteske Scheußlichkeit mancher Objekte.
Eines Abends wanderten wir in bierseliger Stimmung vom Abendschmalzbrot zurück zu unserem Hotel, als mein Blick in das Kästchen eines Straßenverkäufers fiel und dort verharrte: dort lag ein selten schönes Exemplar aus Bernstein, ein breiter Silberring mit einem Streifen dunkelbraunen Bernsteins in der Mitte. Schon Kafka wusste: Wer sucht, findet nicht, aber wer nicht sucht, wird gefunden.
Nun habe ich von jeher das Problem, dass mir die meisten Ringe nicht passen, denn ich habe sehr kleine und schmale Finger, fast wie ein Kind. Ich benötige immer die kleinste Größe, die normalerweise vorrätig ist. Diesen Ring gab es nur ein einziges Mal und die Chance, dass er mir passen würde, war sehr gering. Er passte indes wie angegossen und wanderte selbstredend sofort an meinen Finger. Auch wenn ich diesen Ring sehr liebe und ihn natürlich oft trage, bleibt mein Misstrauen gegenüber Bernsteinschmuck bestehen. Es gibt wirklich nur sehr wenige Stücke, die ich geschmackvoll und tragbar finde.
Ich erzähle euch diese Geschichte nicht zufällig ausgerechnet jetzt, denn sie ist mein Beitrag zur Aktion Buntes von Ines Meyrose, die den Oktober der Farbe Braun gewidmet hat. Bei Ines gibt es demnächst mehr zum Thema Bernstein zu lesen und anzuschauen.




Freitag, 3. Oktober 2014

Black Magic Woman

Das, was meine Leidenschaft für Mode ausmacht, ist vor allem die Möglichkeit, auf immer unterschiedliche Art und Weise die vielen Facetten meiner Persönlichkeit auszudrücken.
"I'm a bitch I'm a lover I'm a child I'm a mother I'm a sinner I'm a saint and I do not feel ashame" singt die großartige Alanis Morissette und drückt damit aus, wie viel von all dem in jeder von uns steckt.


Es ist bei mir häufig nicht der Anlass, der entscheidet, welches Kleidungs-Stück ich aus dem Schrank ziehe, sondern vor allem die Stimmung und das Lebensgefühl im Moment des Ankleidens. Das ist auch der Grund, weshalb ich mir meine Outfits nicht am Abend vorher herauslege. Vielleicht bin ich am Abend in der "I'm a bitch"-Stimmung und lege mir eine sexy Leder-Leggins und ein schwarzes Top heraus und dann fühle ich mich morgens nach dem Aufstehen eher wie "I'm a saint" mit Seidenhose und Schluppenbluse. Dann war die ganze Überlegung und Mühe umsonst. Deswegen stelle ich mir morgens oft die Frage "Wer oder was bin ich heute?" Natürlich lautet die Antwort manchmal "Ich bin eine müde, kraftlose Frau, die einfach nur möglichst schnell in ein unkompliziertes Stöffchen steigen möchte." Das hilft natürlich nicht weiter. Aber es gibt auch Tage, an denen weiß ich genau: "Ich bin eine unheimlich verführerische Person, jeder dreht sich nach mir um!" Oder: "Ich bin eine unnahbare Lady voller Anmut und Grazie". Im regelmäßigen Repertoire ist auch: "Heute bin ich super cool und niemand schaut hinter meine Kulissen", "Ich bin sanft und liebevoll und ein kleines bisschen verträumt" oder "Ich bin voller Energie und keiner kann mich stoppen.", gerne auch mal "Ich bin geheimnisvoll und keiner weiß, was in mir vorgeht." und "Ich bin traurig und verletzlich wie ein kleiner, struppiger Vogel". Ich kann wohl kaum verbergen, dass ich früher mit Leib und Seele Schauspielerin war. Natürlich nicht auf den Brettern, die die Welt bedeuten, dann säße ich jetzt nicht hier, sondern würde auf dem Walk of Fame meinen Stern polieren. Ich habe aber meine gesamte Schul- und Studienzeit in diversen Schauspielgruppen mitgewirkt und es gab kaum mal eine Zeit, in der ich nicht gerade in irgendwelchen Proben zu einem Stück steckte.
In meiner aktuellen Lebensphase gibt es für solche zeitraubenden Hobbys nicht genügend Raum. Geblieben ist jedoch die leidenschaftliche Lust an der Verwandlung und die Vorstellungskraft für viele Rollen, in die man auch im Alltag schlüpfen kann.

Und wer bin ich heute? Ich bin Black Magic Woman, und Vorsicht: legt euch bloß nicht mit mir an!


Das Outfit funktioniert auch mit einer eleganteren Jacke, wirkt dann allerdings ganz anders





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